Abenteuer China

 
05April
2015

05.04. Tee pflücken

Durch Zufall habe ich vor einigen Tagen von einer organisierten Tour für Nanjingtouristen zu einer privaten Tee Farm gehört an der wir heute teilgenommen haben.

Um 9:00 Uhr war Treffpunkt und dann ging es 1.5 h mit einem Reisebus raus aufs Land.
Wir haben dort eine Familie besucht, die eine kleine Teefarm besitzt. Zuerst konnten wir deren Tee probieren. Ich mag ja eigentlich keinen grünen Tee, aber seit ich in China bin musste ich mich ja zwangsläufig dran gewöhnen, und er war recht lecker. =)

Häser der Waschen des frisch gepflückten Gemüses; Teehügel im Hintergrund Mingqian Tee      

Danach sind wir dann auf den nahe gelegenen Hügel gegangen und haben dort gezeigt bekommen wie man den Tee pflückt und konnten anschließend selbst pflücken. Man pflückt nur die frischen zarten Blätter/Knospen (wie bei Tomatenpflanzen,  wo man das frisch Gesprossene abflückt, damit mehr Energie in die Früchte geht).

Tee pflücken =)Tee Knospen

Der Tee heißt Mingqian Tee und ist Tee, der vor dem heutigem Qingming Fest geerntet wurde. Er galt lange Zeit als einer der besten Tees in China, aufgrund der zarten Knospen und ausgezeichneten Form der Blatter sowie dem besonderen Aroma. Darüber hinaus ist er weniger betroffen durch Schädlinge, und somit biologischer. Das feuchtkalte Klima zu dieser Jahreszeit sorgt einerseits für sehr gute Qualität, führt andererseits aber auch durch die niedrigen Temperaturen zu langsamem Wachstum, was die Menge an Knospen erheblich beeinflusst. Daher gibt es ein altes Sprichwort das besagt: "Mingqian Tee ist so kostbar wie Gold".

In der Jiangnan Region hier sind Zeit und Temperatur ausschlaggebend für das Wachstum von Tee. Der Tee beginnt erst ab der Frühlings-Tagundnachtgleiche zu sprießen. 10-15 Tage später beginnen die Landwirte den ersten Frühling Tee zu ernten. All diese Faktoren führen zu einem extrem niedrigen Ertrag pro Jahr. An einem Tag ernten die "Profi" Pflücker nur ca. 250 g frische Blätter. Laut einigen Statistiken, können 1 kg frisch gepflückte Blätter lediglich zu 250 g getrocknetem Tee verarbeitet werden. Angeblich sind bis zu 60, 000 Teeknospen in 500 g fertigem Tee. Weniger ist mehr stimmt hier was den Preis betrifft beim Mingqian Tee definitiv. 

Unsere selbstgepfückten Blätter durften wir daher leider nicht behalten. Ich habe aber ein kleines Beutelchel von dem Tee, den diese Familie übrigens komplett alleine herstellt, gekauft und musste freundlicher Weise auch nur die Hälfte vom Marktpreis (100Yuan für 50g statt für nur 25g) bezahlen. Die nette Omi der Familie hat drauf bestanden. =)


Das Qingming Fest ist das chinesische Totengedenkfest. Man fegt die Gräber, legt Nahrungsmittel, Blumen und Gegenstände, die den Verstorbenen zu ihren Lebzeiten gefielen, vor die Gräber, zündet Weihrauchstäbchen an und verbrennt Totengeld. Im Süden, im kantonesischen Teil Chinas, kann man zu dieser Zeit auf den Straßen viele Händler sehen, die neben Papiergeld auch Autos, Anzüge, und Schuhe aus Papier anbieten, die zu diesem Zweck verbrannt werden. Die verbrannten Dinge sollen den Vorfahren zur Verfügung stehen und sie freundlich gegenüber ihren Nachfahren stimmen, deren Geschicke sie leiten. An diesem Tag essen viele Chinesen nur kalte Speisen.
Während wir Tee pflücken waren, hab wir auch immer mal Raketen und Knaller gesehen/gehört, Das gehört wohl auch zu den Gedenktraditionen am Grab der Verstorbenen dazu.

Gräber auf einem HügelGräber

Nach einen kurzem (Oster-) Spaziergang gab es dann frisch gekochtes Essen von der Familie: Wilder Fisch, wildes und selbst angebautes Gemüse, Hühnchen und Schwein aus eigener Anzucht, und wildes Hasenfleisch.

MittagessenMittagessenChinesische Tee Omi

Nach dem Essen sind wir zu der in dieser Umgebung größten Teefabrik gefahren. Die Fabrik sah für mich aus wie eine große Scheune, mit vielen Maschinen zur Trocknung der Blätter. Heute waren die Blätter auf dem Boden ausgebreitet, weil es auf Grund des feuchten Wetters wohl nicht sinnvoll war die Blätter zu trocknen. Uns wurde die traditionelle Art der Trocknung gezeigt, wie man sie noch vor ungefähr 50 Jahren verwendet hat. Die Teeblätter wurden hierfür in eine von unten mit einer Heizspirale erhitze Schale getan und mit den Händen "gelockert" (mir fällt kein Wort ein, dass das gut beschreibt, aber ich habe ein Video gemacht, das ich in der Dropbox hochladen werde.)

TeefabrikTee TrocknungTeepflückerin

Auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Halt in der Stadt Zhenjiang (gesprochen: Dschendjiang) gemacht. Der Name bedeutet übersetzt "Wächter des Flusses" und rührt von der Lage am Chang Jiang Fluss her. Sie ist von den anderen drei Seiten durch Hügel umgeben und hat somit eine sehr sichere Lage, was sie für mehr als 2000 Jahr zu einer sicheren Hafenstadt machte. Wir hatten leider nur 1h Zeit und haben uns daher nur die Xijindu Gujie (Westliche Fährgasse) angeschaut, die bereits 960-1279 angelegt wurde und deren Gebäude bis zu 200 Jahre alt sind. Hier gab es viele kleine Läden, wo ich unter anderem auch !!!!POSTKARTEN!!!! gefunden habe! :D
Angrenzend gab es, wie auch in Nanjing, einen kleinen Berg mit einem Tempel, von dem man eine sehr schöne Sicht über die alten Häuser hatte.

Zhengjiang
Leider hat es seit Ende unseres Osterspaziergangs ununterbrochen geregnet, daher haben wir beschlossen, noch einmal bei schönerem Wetter hier her zu fahren.
Trotz des Regens war es aber ein sehr schöner Tag.
Als nächstes hoffen wir auf einen Ausflug zu einer Seidenfabrik und zu einer Porzellanfabrik.

 

Hier der link zu den Fotos vom heutigen Tag: https://www.dropbox.com/sh/o8wmc6fold9udj8/AADrAtF3x_bRXEu-jRPOLEoSa?dl=0

 

17März
2015

17.03.

So langsam wird es hier warm: Ich habe mit meinen 4 Schichten und zwei paar Socken definitiv zu viel angehabt für die 18°C die wir heute morgen hatten.

Der Morgen war recht unspektakulär. 4 Stunden Sprachkurs, wobei das Tempo nun deutlich angezogen wurde und wir in einer Unterrichtsstunde 1 Lektion machen. Ach ja, eine Unterrichtsstunde ist hier im Prinzip eine Doppelstunde von jeweils 50 min und dazwischen 10 min Pause. Die ist bei der Masse an Neuem aber auch mehr als nötig! Nachdem es in der ersten Woche immer recht kalt im Klassenraum war, haben es die Lehrer heute mit der Klimaanlage zu gut gemeint und den Klassenraum so aufgeheizt, dass Mona von der Wärme richtig übel geworden ist.

Hier habe ich einmal unseren Klassenraum fotografiert:

Pünktlich zur Mittagspause hat es dann angefangen zu regnen. Daher sind wir nicht wie geplant zur Mensa gelaufen, denn diese ist ca. 15 Minuten zu Fuß von dem Sprachkursgebäude entfernt, sondern sind wieder um die Ecke zu unserem Noodle Place gegangen.
Die 1,5h bis der Kalligraphie Kurs anfing haben wir dann in einem anderen kleinen Restaurant verbracht und Hausaufgaben gemacht.

Der Kalligrafie-Kurs war heute schon wesentlich besser. Wir sollten heute üben unsere (chinesischen) Namen zu schreiben.  Nach einigerzeit ist der Lehrer dann rumgegangen und hat jedem einem gezeigt, wie man den Namen schreibt. Und ich habe mich später sogar noch getraut ihn zu fragen, ob er mir den einen Strich nochmal zeigen kann und er hat mich verstanden! :D
Ich kam mir die restliche Stunde irgendwann etwas doof vor, gefühlte 50 mal meinen Namen zu schreiben. Aber ich werde immer besser und wurde heute (zusammen mit noch einem anderen) sogar vom Lehrer gelobt, trotzdem mein Name, wie er meint, schwer zu schrieben ist. Leider verstehe ich ihn nie sondern höre nur meinen Namen und sehe, dass er was zu mir sagt. Wir haben aber eine nette Polin kennengelernt, die uns übersetzt.

Chin. Kalligraphie (mein Name: Ning Hai Xing)

Ganz links auf dem Bild sind die vom Lehrer gemalten Schriftzeichen, auf den Blättern daneben meine Versuche...

 

Während des Kurses schon hat es angefangen zu gewittern. Die bereits erwähnte Polin, die schon seit September hier ist, hat erzählt, dass das es schon ein paar mal so stark geregnet hat, dass sie innerhalb von 10 min nach Beginn des Regens knietief durchs Wasser warten musste! Wenn man aber mal überlegt, dass Klopapier hier die Rohre verstopft und wie alt die Städte generell sind, ist solch eine Überschwemmung durch die schlechte Kanalisation und den fehlende Abfluss von der Straße ja auch kein Wunder.
Hauptfortbewegungsmittel Nummer 1 ist auch bei diesem Wetter noch das Moped, nur eben mit Regencape. Das Tempo wird hier aber trotz der Pfützen (bzw kleinen Seen) leider nicht gedrosselt, als Fußgänger ist man in China also bei jedem Wetter sozusagen am unteren Ende der Nahrungskette.
Unsere Kalligraphie-Bögen haben wie aber trotzdem trocken nach Hause bekommen und der schönste wird wieder übers Bett gehängt! =)

Zum Abendbrot habe ich dann Zwiebelmettwurst und "Bayrisches Ciabatta" aus der Deutschen Bäckerei gegessen. War sehr lecker! <3

 Mein Abendbrot! <3

11März
2015

11.3.

Heute haben wir es endlich geschafft pünktlich in der Uni zu sein! :D

Ich habe Mona gestern einen detailierten Zeitplan für den nächsten Morgen geschickt, damit sie sich nicht wieder verschätzt:

6:45 wecker klingelt (+Klimaanlage anschalten, damit das Zimmer warm wird^^)

6:55 aufstehen und anziehen

7:05 frühstücken

7:15 fertig machen

7:25 los gehen

7:55 da sein

8:00 Unterrichtsbeginn

Wir sind zwar erst 7:31 Uhr los gekommen, aber das hatte ich auch mit eingeplant, und so sind wir noch vor der Lehrerin in Raum gewesen! Endlich mal. War mir schon peinlich immer zu spät zu kommen, aber alleine losgehen ist auch doof, wenn man zusammen wohnt und den gleichen Schulweg hat.

Trotz dem wir gestern nicht zum Sprachkurs gehen konnten, bin ich sehr gut mitgekommen. Bisher ist einfach vieles für mich noch Wiederholung und ich habe gestern auch unbewusst schon etwas vorgearbeitet als ich dachte ich hole das verpasste nach.

Nach dem Sprachkurs sind wir kurz zu meinem derzeit Lieblings "Restaurant" gegangen und ich habe Reis mit Tomaten und Rührei gegessen. Einfach, aber sehr lecker und besser als der Gemüße Matsch den es sonst so gibt.

Wieder zu Hause habe ich ein bisschen Vokabeln gelernt und bin dann irgendwann eingeschlafen. Ich bin leider immer noch etwas erkältet und so tat der Mittagschlaf echt gut. Nachmittags habe ich mit Mona noch den Rest Jiaozi (Teigtaschen) gemacht und nun sitze ich mit Kuscheldecke auf dem Bett, trinke Tee, esse Obst und hole meine Blogeinträge nach.

 

10März
2015

10.3.

Heute hatten wir um 10:00 Uhr unseren ersten Geo-Kurs bei dem deutschen Professor und konnten somit leider nicht zu den Sprachkursen gehen.

Wir sind wieder etwas zu spät los, und 5 Minuten zu spät an unserem Treffpunkt mit Ivo und Lisa angekommen. Die beiden waren allerdings noch gar nicht da, da sie der Meinung waren wir treffen uns nicht 15 nach sondern erst 30. Somit war der morgen wieder einmal etwas stressig, aber immerhin sind wir pünktlich angekommen, da wir ohnehin mehr Zeit eingeplant hatten. Wir brauchen von Tür zu Tür ungefähr 1,5 Stunden wenn wir gemütlich unterwegs sind.

Der Kurs nennt sich Interlinked Environmental Processes. Am Anfang haben wir noch ein paar organisatorische Sachen geklärt. Wir haben nun ab April Freitag morgens einen Laborkurs auf den ich mich schon sehr freue (allerdings fällt hierfür für uns dann wieder der Sprachkurs aus...) Außerdem haben wir die Zeit des Kurses nach einigem hin und her (die 5 Chinesen haben alle unterschiedliche Stundenpläne) auf Montag Abend verschieben können und können somit nun Dienstags doch immer zu den Sprachkursen gehen! :)Der Kurs an sich ist so aufgebaut, dass wir in Gruppen zu je einem bestimmten Gebiet in China, bzw Tibet alle auffindbare Literatur lesen und die gefundenen Informationen dann vorstellen sollen. Hierfür haben wir 3 Wochen Zeit, dann ist die Präsentation mit Verbesserungsvorschlägen und dann haben wir noch einmal 2 Wochen Zeit unsere Ergebnisse zu überarbeiten. Die Einführungsvorlesung zu den Gebieten war recht interessant und es besteht die Möglichkeit nach Ende der Kurse (Mitte Juni) mit dem Professor dort hin zu fahren (was normalerweise nicht einfach ist, da nicht jeder nach Tibet reingelassen wird) und dann bei ihm eine Masterarbeit zu schreiben. Allerdings kann er nur 2-3 Leute mitnehmen. Und was ich bisher gehört habe, ist er wohl kein guter Betreuer (kümmert sich nicht, ist nicht erreichbar, etc). Na mal sehen...

Nachmittags bin ich mit Mona, Ivo und Lisa zu einem Kalligraphie Kurs (oder AG?) der an der Uni angeboten wird. Leider hat der Lehrer nur Chinesisch geredet und die anderen Studenten im Raum waren nicht sehr hilfsbereit was das übersetzen anging. Viel erklärt hat der Leher allerdings eh nicht, nur, wir man den Pinsel halten soll und ab und an hat er jemandem mal etwas gezeigt und ein paar gemalte Zeichen an die Tafel gehängt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn meine Zeichen bei weitem noch nicht so hübsch aussehen. Auch sind mir irgendwann die bekannten Zeichen ausgegangen, und so habe ich meine Vokabel-Lernapp genutzt und die neuen Zeichen abgeschrieben. 
Die beschriebenen Seiten haben ich mir abends dann an die Wand gehängt, für etwas mehr China-Feeling. ^^ Ich freue mich schon auf den nächsten Kurs! 

 

09März
2015

9.3.

Wir sind heute leider wieder zu spät gekommen. Mona hat mich, als ich eigentlich schon beschlossen hatte das Frühstück ausfallen zu lassen weil die Zeit recht knapp war, gefragt ob sie mir noch schnell Frühstück machen soll. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Und dann musste Mona unbedingt noch Zähneputzen und könnte wieder nicht schnell genug laufen, weil ihr sonst schlecht wird. So haben uns leider wieder ein paar Minuten gefehlt. -.-

Nachmittags haben wir dann die Wohnung kurz aufgeräumt und sind mit unserer chinesischen Kommilitonin Shi Min die Zutaten für Teigtaschen (chin.: Jiaozi) einkaufen gegangen, die wir bei unserer Einweihungsfeier am Abend machen wollten. Durch sie haben wir erfahren, dass in unserer Straße ein kleiner Markt ist (der Eingang sieht aus wie der zu einem normalen Geschäft, aber dahinter ist eine große Markthalle) und dadurch dass sie chinesisch spricht, haben wir auch die normalen chinesischen Preise bezahlt und nicht die "Ausländerpreise" (wobei selbst diese noch sehr günstig sind).

Etwas später sind dann die rechtlichen 4 chinesischen Studenten angekommen und wir haben angefangen die Füllungen für die Jiaozi zu machen und dann zu formen. Die Chinesen meinten, dass jedern von ihnen ungefähr 20 essen wird, und da wir ca. 13 Leute erwartet haben waren es sehr sehr viele Jiaozi. Letztendlich waren es viel zu viele und wir haben eine ganze Menge eingefroren. Wir hatten drei Füllungen: Schweinefleisch mit Chinakohl, Spinat mit Knoblauch und eine Idee von Mona: Süßkartoffel mit scharfen Erdnüssen. Von den Spinattaschen habe ich leider nichts abbekommen, und die Fleischfüllung hat mir nicht sonderlich geschmeckt. Aber Monas Kreation war echt gut und auch die Chinesen waren sehr angenehm überrascht. 

Es war ein sehr schöner Abend. Die chinesischen Studentinnen sind alle drei sehr verrückt nach Tom (der große, blonde, Londoner) und haben die ganze Zeit versucht unauffällig Fotos zu machen auf denen sie neben ihm stehen oder sitzen. Das hat sehr für Erheiterung gesorgt! :D Bei dem UNO Spiel wurden dann Strafen für den Verlierer eingeführt, die alle darauf hinausliefen, dass mit etwas Glück eine der chinesischen Mädchen von ihm auf den Arm genommen wird, ihm einen Kuss geben muss, sich mit ihm eine Salzstangen-Brezel teilen oder unter ihm liegen muss während er Liegstütz machen muss. Ist nur leider nicht aufgegangen. :P

Da die Chinesen alle auf dem Xianlin Campus am Stadtrand wohnen und die Bahnen nur bis 23 Uhr fahren, war der Abend auch recht zeitig vorüber und wir hatten noch genug Zeit zum aufräumen und rechtzeitig ins Bett gehen. Sehr angenehm.

https://www.dropbox.com/sh/b6alc5obxkplbn4/AAB4Zub29zHY_-CcxHLXjOUEa?dl=0

 

 

08März
2015

7./8.3.

Wochenende! Aber ich bin leider erkältet. Liegt vielleicht an der Klimaanlage, aber ohne ist es einfach viel zu kalt in meinem Zimmer.

Nach dem obligatorischem Wochenendsausschlafen sind wir losgezogen um Schuhe für Mona zu suchen. Wie ihr euch sicher denken könnt, gestaltet sich das in China etwas schwerer, da die Frauen hier sehr zierliche Füße haben. Die meisten Schuhe gibt es bis Größe 38, einige sogar nur bis Gr. 36. Mona hat eine 41 (ich habe ja Gr. 39/40, für mich wäre es also nicht viel besser, aber noch brauche ich keine neuen Schuhe^^) also eigentlich kaum eine Chance. Wir haben aber recht schnell einen größeren Schuhladen gefunden (so in etwa wie Deichmann) wo es auch einige größere Damenschuhe gab und so hat Mona ihre gewünschten "Tanzschühchen" auch endlich bekommen. Nun müssen wir nur auch mal tanzen gehen. :P

Den restlichen Tag und auch den Sonntag habe ich mehr oder weniger die ganze Zeit im Bett gelegen und Hörbuch gehört, Big Bang Theorie geschaut und geschlafen, in der Hoffnung, dass wenn ich mich schohne, ich schnell wieder gesund werde. Abgesehen davon war aber eh kein schönes Wetter draußen! ...

05März
2015

05.03.2015 - Chinesische Uni oder das reinste Chaos

Nachdem wir seit Montag immer wieder auf den nächsten Tag vertröstet wurden, weil alle Kurse irgendwie verschoben wurden und ausgefallen sind, sollte nun heute endlich unser erster Uni-Tag sein.

Mona und ich sind also heute morgen um 7h30 aufgestanden und hundemüde mit Bus und Bahn zu dem Xianlin Campus am Stadtrand gefahren, wo wir alle unsere Science Classes haben werden. Wir waren etwas zu früh dort und sind dann eine halbe Stunde durch die Flure gelaufen und haben in Klassenräume geschaut, da unser Raum noch besetzt war. Als uns zu kalt wurde, weil in den Fluren überall die Fenster weit offen standen, haben wir uns den wärmsten Platz im Gebäude gesucht: den Fahrstuhl, und sind "Laurentia, liebe Laurentia mein" singend immer zwischen dem 5. und 1. Stock hin und her gefahren. Um 10 sollte dann eigentlich unser Kurs "Chinese Culture and History" beginnen. Allerdings saßen wir zu dem Zeitpunkt nur zu dritt mit noch einem Chinesen(? oder Koreaner oder Japaner?) im Raum. Etwas später kam noch eine zweite Studentin dazu, aber kein Leher. Nach 20 Minuten warten haben wir dann kapituliert und sind wieder zurück in die Stadt gefahren. Unsere Kommilitonen konnten wir leider nicht kontaktieren, da meine Sim-Karte gesperrt oder mein Guthaben aufgebraucht war (muss ich noch rausbekommen, die Ansage ist nur: Your card has been terminated...) und Mona hat verplant ihr Handy über Nacht zu laden und hatte dementsprechend keinen Akku mehr.

Zu Hause angekommen konnte ich dann unser W-Lan nutzen und so haben wir erfahren, das die anderen sich gar nicht erst die Mühe gemacht haben früh aufzustehen und zu dem Kurs zu fahren und nun gerade auf dem anderen Campus waren um die Registrierung an der Uni abzuschließen (hier fehlen leider die letzten Tage, das hole ich sobald ich Zeit habe nach, versprochen!). Mona und ich konnten nun aber noch nicht dort hin, da wir unsere Pässe noch nicht wieder hatten. Unsere Marklerin (Angel - ihr sich selbst gegebener englischer Name) ist damit Anfang der Woche zur Polizei gegangen um uns dort anzumelden und wollte sie dann eigentlich einem Kommilitonen (Cary) geben. Auf mehrere Anfragen in unserer We-Chat (das chinesische Whatsapp) Gruppe ohne irgendwelche Antworten haben wir dann also verzweifelt Angel angerufen und geweckt (sie arbeitet nachts in einer Bar) und nach unseren Pässen gefragt. Die meinte sie wollte sie Cary nicht geben, weil sie ihm schon zwei andere Pässe gegeben hat und Angst hatte, das er unsere vielleicht verliert .... ? Ehrlich? Sie wollte sich dann um 16h00 mit uns treffen, was aber nicht ging weil das Registration Büro nur bis 16h00 offen hatte und so konnten wir sie überreden sich sofort mit uns zu treffen. Das hat ein Glück alles geklappt und um den Frust etwas abzubauen habe ich mir in der Deutschen Bäckerei in der Nähe mit Mona erstmal ein kleines Schwarzbrot und eine Käsebrezel gekauft. (Hier gibt es auch Zwiebelmett Enrico! <3 :D ) Der Rest der Registrierung verlief diesmal sogar mehr oder weniger reibungslos. Wir haben also endlich unsere chinesischen Studentenausweise bekommen und unseren Stundenplan für die Sprachkurse. Und wir haben zusätzlich noch eine nette chinesiche Mitarbeiterin der Uni kennengelernt die uns versuchen will/wollte(?) zu helfen, unsere Kurse umzulegen. Allerdings hat sie uns dann als wir ihr erzählt haben ,dass unser Kurs heute morgen ausgefallen ist zu einem anderen geschickt, der wie sich rausstellt auf chinesisch gehalten wird....

Ja denn die Kurse sind zur Zeit unsere große Sorge und einer der Gründe für meine verdammt schlechte Laune heute.... Geplant und in der Studienordnung festgelegt sind 10 Leistungspunkte (LP) für einen chinesischen Sprachkurs und 20 LP für Science Classes (also unsere eigentlichen Studienthemen). Wir haben nun zwei Stundenpläne bekommen, die einerseits Sprachkurse von 8h00 bis 12h00 beinhalten, andererseits aber auch Sciences Classes an dem Campus am Stadtrand (zu dem wir etwas mehr als eine Stunde brauchen) die je nach Tag um 10h00 oder 12h00 anfangen.... funktioniert irgendwie nicht oder? Scheint denen aber egal zu sein. Nach vielfachen Telefonaten wurden uns jetzt die Chinesisch Sprachkurse einfach ganz gestrichen und wir haben jetzt nur noch 1x die Woche einen Sprachkurs und ansonsten Sciences Classes. Also alles ganz anders, als in der Studienbeschreibung steht. Auch die Kurse können wir uns wie versprochen nicht aussuchen, sondern müssen die machen, die sie uns vorgeben. Wir könnten höchstens noch zusätzliche Kurse belegen, die aber wahrscheinlich alle auf chinesisch sind.

Was auch noch anders ist: Der Studiengang ist ja eigentlich ein Double Degree Master, sprich, wir bekämen(! Achtung, nicht bekommen sondern nur reintheoretisch bekämen!) zwei Abschlusszeugnisse - von jeder Uni eines. Aber: die chinesische Uni stellt sich quer. Wir bekommen hier nur ein Zeugnis, wenn wir hier auch unsere Masterarbeit verteidigen. Heißt also: wir müssten wenn wir wirklich einen Double Degree Master machen wollten, wie es ja im Internet von der Uni angepriesen wird, nächstes Jahr nochmal für die Verteidigung nach China. Ob wir das von der Uni wieder bezahlt bekommen steht noch in den Sternen. Bisher haben wir ja noch nicht mal das Geld für die Flüge bekommen. Für die Masterarbeit können wir uns außerdem auch nicht irgendwelche Betreuer suchen, sondern müssen einen von der FU und einen von der NJU nehmen. Hat uns vorher auch keiner gesagt...

Der Studiengang ist nach 4 Jahren immer noch total unstrukturiert und keiner weiß wirklich irgendwas und alles wir jeden tag neu umgemodelt... Jippi! Das mach Spaß! - NOT!

Alles in allem war es also ein beschissener Tag (bitte entschuldigt die Ausdrucksweise). Nur der Abend war schön. Wobei auch nicht so schön wie erhofft. Hier war ja heute der 15. und letzte Tag des chinesischen Neujahrsfestes an dem das Laternen Fest gefeiert wird. Wir haben uns hierfür mit einer unserer chinesischen Kommilitonen getroffen und sind zusammen zum Konfuziustempel gefahren. Hier waren die Straßen mit Laternen geschmückt und im Tempel waren viele bunte aufgeblasene und beleuchtete Figuren aufgestellt. Es sah alles ganz schick aus, aber das war es auch schon. Sehr sehr viele Menschen waren unterwegs und es war gar nicht so leicht uns 8 beisammen zu halten. Zum Schluss waren wir noch Nudeln essen (ich habe mal wieder am länsgten gebraucht, weil ich immer noch nicht richtig mit den Stächen klar komme) und haben endlich diese roten Zuckerballstangen (Foto folgt die Tage) gekostet. Die Chinesin hat uns erklärt, dass das kandierte Weißdornfrüchte sind. Hat sehr gut geschmeckt und wir werden das sicher noch öfter essen. Passend zu diesem verflixten Tag habe ich leider meine Kamera zu Hause vergessen, daher kann ich Fotos erst hochladen, wenn ich sie von den anderen bekommen habe.

(PS: ich habe in die vergangenen Einträge noch Ordner von meiner Dropbox verlinkt, hier könnt ihr euch die Bilder des jeweiligen Tages anschauen. Es dauert allerdings ewig, bis diese alle hochgeladen sind, bestimmt noch einige Tage. Aber ein paar sind schon zu sehen. ) Hab euch lieb und ihr fehlt mir! Kuss

24Februar
2015

24.2. - 4.Tag Shanghai

Heute wollten wir eigentlich um 10 Uhr aufstehen. Ich habe wie immer als einzige meinen Wecker gestellt und so lag es an mir die anderen zu wecken. Da ich aber selbst noch sehr müde war, habe ich nur sehr leise kurz einmal gesagt dass es jetzt 10 Uhr ist und als (wie erhofft) keine Reaktion kam, habe ich den Wecker auf um 11 Uhr gestellt und mich umgedreht. Das gleiche habe ich dann um 11 Uhr noch einmal gemacht.

Um 12 Uhr sind wir dann doch mal aufgestanden und sind in dem Vegetarischen Restaurant neben dem Jing'an Tempel Mittag essen gegangen.

Da wir geplant hatten am nächsten Tag nach Nanjing zu fahren, sind wir zum Hauptbahnhof und haben uns Zugtickets gekauft. Glücklicherweise ist in hier alles auch immer auf Englisch beschriftet, so haben wir relativ schnell das Gebäude gefunden, wo die Ticketverkaufsstelle war. An einem der 5 Schalter gab es auch einen Englisch sprechenden Mitarbeiter und wir konnten Problemlos unsere Tickets kaufen. Ca. 19 € für 1h40min Fahrt.

Auf dem Rückweg haben Mona und ich uns dann auf die Suche nach einer Simkarte gemacht. In einem der großen Shops von China Unicom hat uns der Wachmann aus dem Automaten an der Tür eine Nummer gezogen, nachdem wir planlos ein paar MInuten herumstanden. Vor uns war ein "westlicher" junger Mann mit seiner Asiatischen Freundin dran, der mit ihr Englisch und mit der Mitarbeiterin fließend Chinesisch gesprochen hat. Den habe ich dann natürlich gleich angesprochen, ob er uns kurz helfen kann. Wir haben dann rausgefunden, dass es die Prepaid Simkarten nur in kleineren Kioskgeschäften gibt. Nach ca. 20 Minuten durch die Straßen laufen haben wir einen solchen dann auch gefunden. Der "Laden" war ein kleiner Raum in einem Hauseingang und hinter einem Vorhang fing anscheinend schon die Wohnung des Verkäufers an. Der Mann konnte leider kein Wort Englisch, und wir kein Wort Chinesisch also mussten wir ihm mit Händen und Füßen und unserer Übersetzungsapp auf dem Handy erklären, dass wir eine Simkarte kaufen wollen und was für einen Tarif wir haben wollen (hierfür zu unserer Erleichterung ein Übersichtsplakat an der Wand). Normalerweise hätten wir zur Registrierung unseren Reisepass nutzen müssen. Der Chinese halt allerdings einfach ein Bild auf dem Handy seiner Tochter von einem Ausweis einer Chinesischen Frau mit seinem Handy eingescannt und somit unsere Karten aktiviert. Das ist, soweit wir im Nachhinein herausfinden konnten, nur so halb legal, aber wohl hier in China nicht so schlimm. Hauptsache es funktioniert. :D

Später haben wir noch Zimmer in einem Hostel in Nanjing für uns mittlerweile 7 gebucht und den restlichen Abend wieder in der Dach-Bar verbracht und leckeren Jasmin Tee getrunken.

https://www.dropbox.com/sh/zt8cqqjdrqte8n7/AACiedpma-a7n84XC2XWCjGXa?dl=0

 

23Februar
2015

23.2. - 3. Tag Shanghai

Heute haben wir leider wieder bis 11 Uhr geschlafen, obwohl wir eigentlich mal eher aufstehen wollten... Wir schieben es auf den Jetlag, aber eigentlich haben wir ja auch Semesterferien und 5 Monate Zeit alles zu sehen, also müssen wir uns ja jetzt auch nicht stressen... ;)

Mit der Metro sind wir zum Yuyuan Garden gefahren. Hier ist ein Viertel in dem noch die klassischen chinesischen Häuser stehen. Wohnen tut hier allerdings niemand, sondern es sind ganz viele Shops und "Fressmeilen" (im Prinzip wie an einer Autobahnraststätte, wo man sich so sein Essen an verschiedenen Stationen aussuchen kann, oder wie bei Ikea - nur dass es wesentlich voller ist). In den Straßen und Shops war es ungefähr so voll wie auf dem Weihnachtsmarkt am Alex, man wurde mehr geschoben, als das man selbst gelaufen ist. Heute war es generell auch schon wesentlich voller in Shanghai. Anscheinend kommen so langsam alle vom Familienbesuch vom Land wieder. 

Yuyuan Garden Yuyuan Garden  Mona wurde mal wieder fotografiert! =)   

Wir waren dann im Yu Garden (ein typisch chinesisch angelegter Garten) und sind über eine 9 eckige Brücke (also so im Zickzack) gelaufen. Die Brücke verläuft im Zickzack, weil die Chinesen glauben, dass Dämonen und Geister nur geradeaus laufen können.

Zickzackbrücke Yu GartenYu GartenYu Garten

Ansonsten haben wir heute frisch gepressten Zuckerrohsaft getrunken, noch einmal Jack Fruit gegessen und ich habe mal frittierte Krabben probiert (danach war mir leider ein bisschen komisch...)

ZuckerrohrsaftpresseEssen in der

Das Highlight des heutigen Tages war ein kleiner chinescher Junge. Der hat mit seinem Papa mit einem fernsteuerbaren Auto gespielt. Plötzlich hockte sich der kleine Junge hin, wie als wenn er das Auto aufheben möchte und man konnte seinen Po sehen. Ich meinte noch zu Mona: oh schau mal wie süß, man sieht seinen Po und in dem Moment fing er an zu pullern! In China tragen die kleinen Kinder keine Windeln wie bei uns, sondern haben Hosen an, die einen Schlitz hinten haben. Wir haben auch schon öfter Mütter gesehen, die Ihre Kinder einfach über einem Mülleimer oder an einer hauptstraße an einem Baum abgehalten haben.

Unsere Tickets nach Nanjing haben wir nun auch gekauft. Umgerechnet 19 € und wir fahren mit dem Schnellzug, der wohl über 300km/h schnell fährt. Wir brauchen also nur ein bisschen mehr als eine Stunde für die Strecke. Mittwoch Mittag geht es dann los.

 

https://www.dropbox.com/sh/xhd2mfci1429v06/AABf2crLVmYGc5BfTqXtzexca?dl=0

 

22Februar
2015

22.2. - 2. Tag in Shanghai

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen heute mal eher aufzustehen, aber es ist doch erst 11 Uhr geworden.

Als erster Punkt auf unserem Program stand der Jing'an Tempel, der in der Nähe unseres Hostels ist. Da ich noch nie in einem buddhistischem Tempel war, fand ich das alles ziemlich beeindruckend. Als wir rein kamen, wurden wir erst einaml von einem sehr intensiven Räucherstäbchengeruch wilkommen geheißen. Die Chinesen kamen alle in den Tempel, haben sich so drei Stäbchen geholt und sich mit denen in der Hand einmal in alle Himmelrichtungen verbeugt. Dann sind einige zu dem "Gebilde" (siehe Foto) in der Mitte des Hofs und haben versucht Münzen so hoch wie möglich rein zu treffen. Ich habe es sogar auch einmal geschafft! =)

Jing'an Tempel mit Buddha-Statue Räucherstäbchen Münze aufstellen ist gar nicht so leicht :P

Ansonsten gab es sehr viele Räume mit Buddha-Figuren und kleinen Bet-Hockern davor, wo sich die Chinesen dann hingekniet haben zum Beten. Und überall standen Behälter, wo sie Geld reingeworfen haben, so ein Tempelbesuch scheint ziemlich teuer zu sein...

Danach waren wir im Tianzifang. Das ist ein kleines Viertel mit sehr engen Gässchen udn ganz vielen kleinen Läden und Imbisständen. Mona hat sich hier ein Set mit zwei paar Essstäbchen andrehen lassen, von denen ich ein Paar abbekomme. Ursprünglich wollte die Verkäuferin 180 Yuan (umrechnung in Euro ist ungefähr durch 7...) und da Mona aber immer weiter gezögert hat und dann auch irgendwann gehen wollte, ist sie auf 50 Y runter gegangen. Ich denke 7 € für zwei schicke paar Stäbchen mit jeweils einer Ente als Stäbchenablage ist in Ordnung. An einem der Stände haben wir uns ein Gebäck aus Wachteleiern mit Garnelen drin geholt, das war eigentlich ganz lecker. Das Chinesische esses das wir bisher so hatten war an sich alles essbar, aber nicht super lecker. Mal sehen ob ich noch etwas finde, dass mit beeindruckt. Chinesisches Gebäck haben wir auch schon probiert, da das echt verdammt lecker aussieht, aber es schmeckt generell sehr lasch und überhaupt nicht so wie erwartet. Ich glaube wir sind sehr von der deutschen Backkunst verwöhnt. Tee haben wir auch schon welchen gekauft, auch in einem der kleinen Läden im Tianzifang. Das einen sehr Süßen und einen mi Lemongras, im prinzip solche wie wir von Schubeck mal hatten. Beide aber sehr sehr lecker.

Gasse im Tianzifang Wachteleier mit Schrimps

Abends haben uns Cary und Ivo im Hostel abgeholt, die nun auch in China angekommen sind und dann haben wir uns mit der Schwester einer Freundin von einer Freundin von Lisa getroffen und sind in eine Bar gegangen. Sie lebt seid 7 Monaten in Shanghai, zusammen mit ihrem Australischen Freund. Den Abend über haben wir dann immer mal wieder Feuerwerk gehört aber nichts gesehen, und ich war schon ganz traurig, dass wir das alles verpasst haben, weil das große Knallen wohl schon am 18.2., also am 1 Tag der Feiertage war.

Als wir dann im Hostel dann später noch oben in der Roof-Bar saßen hat es immer mehr geknallt und einmal war auch ein Feuerwerk mit Raketen direkt vor der Dach-Terrasse. Nach ein bisschen hin und her überlegen sind wir dann mehr oder weniger hals über kopf nach draußen auf die Straße gestürmt und haben noch viele Raketen und Chinesische Knaller gesehen und gehört. (Keine Angst Mama, ich habe mir die Ohren zu gehalten und habe mir Watte in die Ohren gesteckt ^^). Die Frau an der Rezeption hat uns dann erklärt, dass in dieser Nacht, also in der Nacht vom 4. zum 5. Feiertag, also um Mitternacht, der Gott des Reichtums und des Wohlstands gefeiert wird, und je mehr man knallt, desto mehr Geld bekommt man im nächsten Jahr. Geknallt wurde dann auch hauptsächlich vor kleineren Geschäften und vor großen Bürohochhäusern. Kurz danach wurde dann auch schon wieder alles weggefegt, was ich sehr beeindruckend finde! Die Stadt ist ohnehin sehr sauber.

Feuerwerk über der Dachterrasse Raketenbatterie Batterien vor einem der Hochhäuser  Straße nach dem Feuerwerk

Ich habe auch noch ein paar Videos gemacht, die ich hier allerdings nicht hochladen kann. :( So haben wir also doch noch chinesisches Feuerwerk erlebt und sind alle überglücklich ins Bett gegangen. :D

 

https://www.dropbox.com/sh/kcpaqgy1yucqlg7/AADx6aaogNqXwZFex33fxnfMa?dl=0

 

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